Jun
13

2007

Viertausend Inseln und eine Baeckerei


Das Kanu schwankt bedenklich, als wir zur Mekong-Insel Don Kong uebersetzen. Vielleicht kaufe ich Artax bei Gelegenheit mal ein paar Schwimmfluegeli, denn er kann von Natur aus nicht so gut schwimmen un fuehlt sich bei solchen Manoevern manchmal ein bisschen unwohl.

Einen Tag spaeter tuckern wir mit einem noch staerker ueberladenen Boot durch die Flusslandschaft, die als Si Phan Don (Fourthousand Islands) bekannt ist und mieten uns schliesslich ein 1.5$-Bungalow, dessen Haengematten ueber dem Mekong schaukeln.

Bald schon haben wir saemtliche Pfade auf der winzigen Insel und deren Nachbarinseln abgefahren und Wasserfaelle erkundet.


Eine Eisenbahnbruecke welche an die Kolonialzeit zurueckerinnert

Hier gibts keine asphaltierten Strassen, keine Autos und keinen Strom, aber auch kein elektrisches Licht, keinen Ventilator und keinen Kuehlschrank! …aber dafuer eine Baekerei! Und was fuer eine!!!

Es ist ein Erlebnis fuer sich, dem ausgewanderten Australier zuzuschauen, mit welcher Hingabe er den Brotteig knetet, mit welcher Begeisterung er seine Leckerbissen anpreist (“Do you want a Donut?! You’ll be loving it!”) oder wie er mit einem Wasserkuebel seine laotisch-faule Koechin versucht aus der Haengematte zu kriegen! Egal zu welcher Tageszeit man bei der Bakery vorbei pilgert, immer hat er einen frischgebackenen Leckerbissen auf Lager, mal sind es Donuts, mal Karotten oder Schokoladenkuchen…


Typisches Riverside-Restaurant am Mekong

Als wir am ersten Abend ins Bett wollen, bemerken wir, dass ein Termiten-Volk beschlossen hat bei uns einzuziehen. Eine 5cm-breite Strasse fuehrt den Pfahl hinauf und die Rueckwand des Bungalows ist bereits schwarz vor Ameisen. Ich mache mich darauf gefasst mit tausenden von Termiten im Bett zu aufzuwachen, aber am naechsten Tag sind sie verschwunden. Vielleicht mochten sie unsere Anti-Insekten-Kerzen nicht, wer weiss?!
Die winzig kleinen Ameisen hingegen sind noch da und finden zielsicher die Donuts und Brote, welche Reto luftdicht, in drei (!) Plastiksaecke und anschliessend wasserdicht in der Ortliebtasche gebunkert hat 😉

Dank fehlendem Umgebungslicht sieht man hier nachts unendlich viele Sterne – und das liegt bestimmt nicht nur an den Lime-Shakes mit Lao Lao (Reiswhiskey) und Honig!

So, das waers mal wieder mit News… Sorry, dass ihr so lange warten musstet. Die Eintraege waeren schon lange parat gewesen, aber notstrombetriebenes Internet war uns schlichtweg zu teuer…

Liebe Gruesse bereits aus Kambodscha,
Reto und Petra

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