Jun
13

2007

Odyssee in Thailand


Sawatdii ka!

Der Charme Vientianes wird uns erst in Thailand bewusst. Nach all den Bambus-Doerfern kam uns Vientiane mit den breiten und meist asphaltierten Strassen, den vielen Autos und dem riesigen Markt nicht gerade gemuetlich vor…


Arc de Triomphe in Vientiane (Phatuxai)


Wahrzeichen von Vientiane (That Luang)

Nichtsahnend radeln wir ueber die Freundschaftsbruecke nach Thailand und landen in einem Ort, der auf der Karte nur mit einem kleinen Punkt markiert ist. Schon nach 100m krampft sich irgendwas in uns zusammen und wir moechten am liebsten auf der Stelle umkehren und zurueck nach Laos fahren. Um uns herum braust der Verkehr, Bankomaten gibts in diesm Ort wohl mehr als in ganz Laos und die unzaehligen Geschaefte beweisen, dass der Kommerz das Land bereits fest im Griff hat. Erst jetzt wird uns bewusst, wie klein und laendlich dagegen die Hauptstadt von Laos wirkt.

Zwei Tage lang radeln wir dem Mekong entlang – eine Strecke, die uns schon drei andere Radler empfohlen hatten. Uns aber wird es zum ersten Mal seit 6 Wochen langweilig beim Pedalen. Hier findet das Leben nicht mehr auf der Strasse statt und dementsprechend gibt es auch viel weniger zu sehen…

Grundsaetzlich empfinden wir Thailand als sehr aehnlich wie Laos, nur aber sehr sehr viel westlicher. Das hat natuerlich auch seine Vorteile: Schokoladenglace ist einer davon! 🙂

In einem Bungalow-Guesthose treffen wir auf Carlos, der bereits seit 1.5 Jahren durch Suedostasien radelt. Er erzaehlt, dass dies noch eine der urspruenglichsten Ecken Thailands sei. Der Sueden sei eine andere Welt und Malaysia noch viel extremer.

Am naechsten Tag bleiben wir hier, da wir schlichtweg nicht wissen, in welche Richtung wir weiterfahren sollen. Eigentlich wollten wir ja 3-4 Wochen durch Thailand radeln, aber jetzt zieht es uns mit aller Kraft nach Laos zurueck. Also baumeln wir einen Tag lang in der Haengematte. Wir entschliessen uns nach Suedlaos und Kambodscha zu gehen und radeln am naechsten Tag zurueck nach Nong Kai um uns dort mit neuen Karten und Reisefuehrern aus zu ruesten.

PS: Was du, Felix, schon immer mal wissen wolltest: Der Wechsel von Rechts- auf Linksverkehr ist einfach und funktioniert mit einer normalen Ampel. Nach dem Wechsel dann aber auch auf der linken Strassenseite zu bleiben ist schwieriger. Bereits in der ersten Stunde fahre ich rund 10x rechts an und nach der Verkehrsanarchie der letzten zwei Laendern, werde ich nicht mal unsicher, wenn mir einige Fahrzeuge entgegen kommen…

PPS: Was ein thailaendischer Hund denkt, wenn wir auf dem Velo vorbeifahren:
“Hui, was ist denn daaaas?! Sieht ja lustig aus – das schau ich mir genauer an! Es beschleunigt… Ich glaube, es hat sogar Angst! Dann bin ich vielleicht sogar staerker!? Warum beiss ich da nicht einfach mal rein? Sieht ja eigentlich gar nicht schlecht aus… Uuuu, es schlaegt aus!? Ja also, eigentlich hab’ ich doch gar nicht soooo hunger und Frauchen hat ja auch gerade gerufen…”

Was Petra denkt, wenn wir an einem thailaendischen Hund vorbeifahren:

“Uuuuu, der sieht boese aus! …aber ich bin schneller… aetsch! …oder etwa doch nicht?!

Das Mistbiest schafft tatsaechlich 30km/h! Shit! … Oh oh, jetzt muss ich was tun! Was tu’ ich bloss?! Reto hat gesagt, ich muss mich wehren…” – ich klicke aus den Pedalen und trete vor der Hundeschnautze in die Luft. “Uff, er zieht den Schwanz ein! Yeah! Sieg! Siiiiiieeeg!”


Und wenn Petra nicht auf Hundeabwehr ist, dann sucht sie Blueten und macht sie ueberall hin

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