Jun
13

2007

Boleaven Plateau – Wasserfaelle, Kaffee und Dirtroads


Carlos freut sich wie ein Kind, als wir zusammen ueber die Freundschaftsbruecke pedalen. Mit dem Kambodscha-Visum in der Tasche verabschieden wir uns von ihm und nehmen den Nachtbus in den Sueden des Landes. Das toent zwar einfach, ist es aber nicht: Wer haette denn gedacht, dass die Southern Bus Station 9km noerdlich von Vientiane liegt oder dass Artax und Ygramul mit ein paar Schnuerchen an den Verzierungen des Busses festgebunden werden sollen?! Wir tun, was man hier in solchen Faellen immer tut: Abwarten und etwas essen…

Tatsaechlich kommt dann noch ein zweiter Bus, mit mehr Platz im Gepaeckfach und wir schweben im groessten mobilen Kuehlschrank der Welt nach Pakse.

Die 1’000 Hoehenmeter aufs Boleaven-Plateau sind gleichmaessig auf 50km verteilt, just perfect! Hier oben sind die Temperaturen deutlich kuehler, es gibt Pinienwaelder und es wird Kaffee angebaut – eine der besten und teuersten Sorten der Welt heisst es!

Was auf der Karte als Primary Hihgway eingezeichnet ist, wird zu einer kleinen Dirt Road und die Reaktion der Leute gibt uns das Gefuehl, dass sie noch nicht allzuviele Falang (Westler) gesehen haben. Sie sind arm, viele Doerfer sind verlassen und verlottert und Geschaeftssinn ist auch in der Hauptstadt dieser abgelegenen Provinz noch ein Fremdwort.

Auf dem Weg schauen wir uns eine Menge Wasserfaelle an: Grosse und kleine, nahe und ferne, breite und schmale.

An unserem Rasttag drehen wir eine Runde auf einem “laotischen Traktor” – einem Elefanten. Heute werden die Tiere aber nur noch selten zum Arbeiten gebraucht und auch in der Wildnis werden es immer weniger. Es ist beeindruckend zu sehen, wie locker diese Riesen durchs Unterholz spatzieren. Im Gegensatz zu meinem chinesischen Mauleselchen ist sich der Elefant auch bewusst, dass wir da oben sitzen und raeumt mit dem Ruessel auch Bambusaeste auf unserer Kopfhoehe aus dem Weg.

Die Faehre, mit der wir ueber den Mekong schippern, besteht aus zwei Holzkanus, auf die ein paar Bretter genagelt wurden. Auf aehnlichen Gefaehrten werden hier uebrigens auch Busse transportiert – Unglaublich!

Von hier aus machen wir einen ersten Abstecher in die Ankorzeit. Moos und knorrige Baeume ueberziehen die Ruine des einst pompoesen Wat Phu. Bei drueckender Hitze schleppen wir uns die steile Felstreppe hinauf. Die Stimmung hat etwas mystisches als wir durch die ueberreste der Tempelanlage wandern.

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