Apr
18

2007

Los geht’s!


Bereits das Flughafen-Putzpersonal ist von unseren Bikes zutiefst beeindruckt. Im Halbkreis stehen sie mit Besen und Wischmob bewaffnet um Reto herum und lassen sich gespannt vorzeigen wie Gangschaltung und Velocomputer funktioieren. Meine Hupe loest ebenfalls helle Begeisterung aus!

Um herauszufinden in welche Richtung wir ueberhaupt losfahren muessen, fragen wir einen Flughafenangestellten. Dieser beordert dann schliessich per Funk einen Ortskundigen… und noch jemand, der ein paar Worte Englisch spricht. Dazu kommen noch ein paar Passanten, aber schluss und endlich zeichnet uns die schnatternde Gruppe tatsaechlich einen Plan, mit dem wir problemlos auf die richtige Strasse finden.

Ueberall in den riesigen Reisfeldern sind die typisch vietnamesischen Strohuete der Bauern zu sehen. Mit offenen Muendern fahren wir durch die Doerfer und wissen gar nicht wo wir hinschauen sollen. Da wird gekocht, gearbeitet, gelacht, gehandelt, auf- und abgeladen, geschlafen, geplaudert, Tee getrunken und vor allem gewunken und gerufen.


Bild: Typisches Bauerndorf

Wir kommen uns nonstop vor, wie auf der Tour de France, kurz vor dem Bergpreis: Die Kinder lachen und jauchzen uns zu, die Schulbuben winken und rufen “Hellou” und auch die Maedchen rufen, um sich anschliessend kichernd hinter ihren Schulheften zu verstecken. Wer ein paar Worte Englisch kann, faehrt eine Weile neben uns her um ein bisschen zu plaudern. Sogar fuer einen Hund sind wir eine ungeheure Erscheinung: Zum Glueck verfehlt er Retos Wade und schlaegt die Zaehne in seine Velotasche.


Bild: Die aufgedrehten Kids der Hotelbesitzerin, nachdem sie durch Retos Kamera schauen durften

An einem ruhigen Oertchen machen wir uns an einer frischen Ananas zu schaffen. Nach 5 Minuten huepfen uns drei kleine Maedchen entgegen. Weitere 5 Minuten und eine halbe Schulklasse draengt sich auf dem kleinen Plaetzchen. Nochmals 5 Minuten und ein paar englische Saetze kommen geflogen. Irgendwann werden wir dann aber doch langweilig, die Gruppe zieht wieder davon und es bleiben nur noch ein paar Augen uebrig, die da und dort hinter einem Baum oder einer Mauer hervor schauen…


Bild: Ueberall gibts frische Ananas in Huelle und Fuelle! Mmmmmmh!

Leave A Comment