Jul
12

2006

Ankunft in Kunming


Hola muchachos!

Der Flug nach Budapest war tip top… da hat der Typ am check-in rund eine halbe Stunde am Computer getippt, bevor er dann endlich aufschaute und mich anstrahlte: “Now I know e-v-e-r-y Part of your life!” und dann etwas weniger euphorisch hinzufuegte “…and you can go to china”!

Ein Glueck, dass ich im Flugzeug nach Peking neben der 17jaehrigen Lu zu sitzen kam. Sie spricht nicht nur fliessend chinesisch und ihren Muttersprache-Dialekt, sondern auch noch Schweizerdeutsch, Deutsch, Franzoesisch und etwas Italienisch! Als ich ihr eines von Retos Luxemburgerlis anbot war sie so begeistert, dass ich als Gegenleistung gleich einen 9stuendigen Sprachkurs aufgedrueckt bekam. Desweiteren weiss ich nun, dass die Maenner in Sichuan schoen sind und die in Shanghai gross sind und dass Pekingente toll und Yunnan-food scharf sei…

Beim Flug nach Kunming habe ich geschlafen, bis die Leute beim Landeanflug in allen Tonlagen zu kreischen und quitschen begannen… Die Hainan-Maschine huepfte von Turbulenzen geschuettelt nur so herum und als der Pilot in seelenruhiger stimme vorschlug, wir sollen die Seat-Belts doch noch etwas enger schnallen, wurde ich dann zugegebenermassen schon auch etwas nervoes…

Am Flughafen wurde ich von Sonja herzlich und mit Jasmin-Blumenkette empfangen. Die Busfahrt zum Hostel war ebenfalls witzig: Waehrend ich mich in dieser nonstop-hupenden Holperkiste mit beiden Haenden vesthielt sass die Indienerprobte Sonja gemuetlich da und machte bemerkungen ueber den “ruhigen und geodneten” Verkehr… Das Hostel ist gemuetlich, sauber und guenstig, wenn auch die Betten (Brett mit Wolldecke drueber) nicht ganz an unseren Standard heran kommen…

Kunming gefaellt mir bis jetzt sehr gut. Sauber und mit vielen gruenen Flecken, fast wie Vancouver (nur mit anderen Schriftzeichen)… Ansonsten fuehlt man sich recht schenell zu hause hier… sooo anders ist es auch nicht als bei uns. Nun gut, einige Dinge sind schon ungewohnt. Z.b. die coolen Velos mit Kueche,Grill oder Fruechte-Stand auf dem Gepacktraeger, Hausfrauen, die nach de Einkauf auf einem Platz tanzen und Leute, die ihre Sachen mit zwei an einer Stange montierten Koerbe durch die Welt tragen…

Am Abend war die Innenstadt romantisch beleuchtet und die ganze Bevoelkerung pilgerte durch Strassen und Gassen, plauderte, ass, kaufte ein, …

Schade, dass hier schonmal Sonjas Natel gestohlen wurde… Die Taschendiebe arbeiten wohl ueberall gleich: Einer schneidet ihr mit einem Fruechte-Stand-Velo den Weg ab und schreit sie an, wir sind einen Moment perplex, es gibt kurz ein Gedraenge und der zweite haut mit Natel und Bike ab, waehrend der erste uns unschuldig erkaert, er wolle uns nur seine supertollen Lychees verkaufen 🙁

Dafuer funktioniert meines Reto-sei-dank mit einer iternationalen PrePaid-Card: +423 663 173109 (nehme aber nur sms und keine Anrufe entgegen, da sehr extrem teuer. Es kommen uebrigens auch nicht alle SMS an. Am besten bewaehrt haben sich bis jetzt SMS, die auf dem Internet geschriben wurden. Fuer unwichtiges hinterlasst ihr wohl bessen einen Comment auf dem Blog! )…

So, morgen gehts auf nach Xianguan und Dali *freu*… Bevor wir das Busticket kaufen gingen, haben wir in einem Restaurant fleissig die entsprechenden Woerter geuebt. Als wir dann vor dem Schalter standen, stand da die selbe chinesin, die uns vohin im Restaurant nebenan bedient hatte und fragte schmunzelnd und in pik feinem Englisch, “ihr wollt morgen frueh nach Xianguan, richtig?!” *smile*

Das ist aber schon eher die Ausnahme. Die meisten koennen kein Englisch und einige einfach ein paar wenige woerter…
Als ich gestern im KFC jemanden auf chinesisch nach der Toilette fragte und ganz selbstverstaendlich den Weg gewiesen bekam war ich zuerst richtig perplex, dass es funktionierte und platzte dann fast vor Stolz 🙂

Jetzt ist Sonja, die mich erst noch ausgelacht hat, ebenfalls fleissig am ueben und wir haben uns fest vorgenommen, jeden Tag 2 x eine halbe Stunde zu lernen. Mal schauen obs was bringt…

So, genug geschrieben! Liebe Gruesse aus Kunming bei 30Grad auf 2000 m.ue.M.
Petra

PS: Da hier alle ihr Buero halb auf der Strasse aufstellen, war es gar nicht so einfach ein InternetCafe zu finden/identifizieren…

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